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ChatGPT Ads: Erfahrungen aus unseren ersten Kampagnen
Inhalt per KI zusammenfassen lassen

Alles Wichtige auf einen Blick.
- Kurz gesagt
- ChatGPT Ads sind seit dem 31. August 2026 in Deutschland im Self-Service buchbar. Ein Werbekonto steht in rund zwei Minuten.
- Klickpreise
- Ein Klick kostet bei unseren Kunden zwischen etwa 0,60 € und 7 €.
- Einstieg
- Das Mindestbudget liegt bei 15 € am Tag. Für einen ersten Test empfehlen wir rund 450 € im Monat.
- Was funktioniert
- Wir optimieren auf Conversions. Ein Onlineshop liegt damit bei den Kosten je Conversion auf dem Niveau von Google Ads.
- Was nichts bringt
- Unsere auf Klicks optimierten Kampagnen kamen gegen Google Ads nicht an. Wir haben sie pausiert.
- Stand
- Der Beitrag gibt den Stand von Oktober 2026 wieder. Der Kanal ist wenige Wochen alt.
Deine Kunden fragen ChatGPT um Rat, bevor sie kaufen. Seit dem 31. August 2026 kannst du in Deutschland genau dort selbst Anzeigen schalten. Wir testen den Kanal seit dem ersten Tag, zuerst mit eigenem Budget und inzwischen für Kunden.
Im Podcast TokenMade hat Steffen mit Christian Byza über die ersten Wochen gesprochen. Die ganze Folge siehst du hier. Darunter steht das Wichtigste zum Nachlesen.
Über TokenMade.
TokenMade ist der Video-Podcast von Christian Byza und Philipp Glöckler. Christian hat das OMR Festival mitgegründet, Philipp kennst du vielleicht aus dem Podcast Doppelgänger. Jeden Dienstag und Donnerstag zeigen Gäste aus Startups und Konzernen, wie sie KI in ihrer Arbeit einsetzen.
Wie du ein Werbekonto anlegst
Bis Ende August lief der Einkauf über Partner von OpenAI. Wer dabei sein wollte, brauchte ein Budget im fünfstelligen Bereich. Heute bucht jedes Unternehmen selbst im Ads Manager von OpenAI, ab 15 € am Tag.
Im Podcast haben wir ein Konto live angelegt, nach rund zwei Minuten stand es. Du brauchst dafür ein Konto bei OpenAI, die Daten deines Unternehmens und die Handelsregisternummer für die Prüfung. Die Zahlungsdaten kannst du beim Anlegen überspringen. Vor dem Start der ersten Kampagne musst du sie hinterlegen.
Danach gibst du die Adresse deiner Website ein. Der Ads Manager liest sie aus und nutzt sie als Kontext für die Ausspielung. Die Struktur kennst du aus Google Ads: Eine Kampagne trägt Budget und Ziel, darunter liegen Anzeigengruppen mit den Anzeigen. Als Ziel wählst du Reichweite, Klicks oder Conversions. Regional grenzt du die Ausspielung bis auf Postleitzahlen ein.
Wie funktioniert das Targeting ohne Keywords?
Keywords mit festen Übereinstimmungstypen wie bei Google gibt es in ChatGPT nicht. Stattdessen hinterlegst du in jeder Anzeigengruppe Kontexthinweise. Darin beschreibst du, wen du erreichen willst und in welchen Gesprächen deine Anzeige erscheinen soll. OpenAI nutzt diese Hinweise für die Zuordnung, als feste Regel gelten sie nicht. Erste Vorschläge leitet der Ads Manager aus deiner Website ab.

Ein Kunde aus der Reisebranche spricht so Menschen an, die gerade ihren Urlaub fürs nächste Jahr planen. Er ist damit im Gespräch, bevor sie sich für einen Anbieter entschieden haben.
Schreib die Hinweise als Sätze mit Kontext statt als Liste einzelner Suchbegriffe. Sie dürfen dabei kurz bleiben.
Wie sehen die Anzeigen aus?
Die Anzeigen stehen unterhalb des Chats und sind klar von der Antwort getrennt. Jede besteht aus Titel, Beschreibung, Bild und Link. Optisch erinnern sie eher an Native Ads oder an Meta als an Google.

In Deutschland schaltest du entweder einzelne Anzeigen oder bindest einen Produktkatalog an. Der Katalog trägt nur mit einem gepflegten Feed. Bei lückenhaften Produktdaten bleibt die Leistung schwach.
Unsere ersten Anzeigentexte haben wir mit ChatGPT geschrieben, getrennt nach zwei Aufgaben: Aufmerksamkeit wecken und zum Kauf führen. Trag in jeder Anzeigengruppe Tracking-Parameter ein, etwa UTM-Parameter. Sonst siehst du in Google Analytics 4 nicht, was der Kanal bringt.
Worauf solltest du optimieren?
Unsere ersten eigenen Anzeigen für SPCTR liefen mit dem Ziel Klicks. Gegen unsere Standardkampagnen in Google Ads kamen sie nicht an, also haben wir sie pausiert.
Seitdem optimieren wir in ChatGPT auf Conversions. Dafür muss das Conversion-Tracking sauber eingebaut sein. OpenAI stellt dafür ein eigenes Pixel bereit.
Kostenloser Setup-Check.
Wir sehen uns dein Setup an. Bevor du irgendwas entscheidest.
Du bekommst eine Einschätzung, wo Budget verloren geht. Dazu drei bis fünf Maßnahmen, die du sofort umsetzen kannst. Auch ohne uns.
Tracking und Datenqualität
Misst du das Richtige? Wir prüfen Conversion-Tracking und Datenbasis.
Struktur und Budget
Wohin fließt dein Budget und arbeitet es so hart, wie es könnte?
Potenzial und Wettbewerb
Wo stehst du im Markt und welche Chancen bleiben liegen?
Was kosten ChatGPT Ads und was bringen sie?
Die Klickpreise lagen bei unseren Kunden zwischen etwa 0,60 € und 7 €. Je Kunde kommen mehrere hundert bis einige tausend Klicks am Tag zusammen. Die Klickraten in Deutschland fallen stärker aus, als es Zahlen aus den USA erwarten ließen.
Ein Onlineshop mit Produktfeed liegt bei den Kosten je Conversion auf dem Niveau von Google Ads. Beim Abverkauf hält ChatGPT damit schon jetzt mit dem etablierten Kanal mit.
Eine Modemarke sieht fast nur View-Through-Conversions. Seine Kunden recherchieren im Chat und kaufen später auf einem anderen Weg.
Verlage testen ChatGPT als neue Quelle für Traffic, seit die KI-Übersichten bei Google ihnen Klicks kosten. Für eine Bewertung ist es dort noch zu früh.
Oft hören wir den Einwand, die Anzeigen sähen vor allem Menschen mit kostenlosem Konto und die gäben wenig Geld aus. Unsere Zahlen stützen das nicht. Die kostenlosen Konten machen den Großteil der Nutzung aus, darunter auch die älteren Zielgruppen vieler unserer Kunden. Weil bisher wenige Unternehmen in ChatGPT werben, ist die Reichweite im Moment außerdem günstig.
Wie wir die Kampagnen mit Claude steuern
Wir steuern die Konten unserer Kunden mit Claude, auch bei Google Ads und Meta. Für OpenAI haben wir einen eigenen MCP-Server gebaut. Das ist eine Schnittstelle, über die Claude Kampagnen auslesen und ändern kann. Die Erweiterung von OpenAI selbst lief in den ersten Wochen noch nicht stabil und taugte vor allem für Berichte.
Eine übergeordnete Verwaltung wie das Verwaltungskonto bei Google gibt es bei OpenAI bisher nicht. Für unseren MCP-Server binden wir deshalb jedes Werbekonto einzeln an. Zu jedem Kunden bekommt Claude den Kontext mit: Ziele, Kampagnen und welche Aufgabe ChatGPT neben den anderen Kanälen hat. Danach richtet sich jede Optimierung.
Für wen lohnen sich ChatGPT Ads?
Die stärksten Ergebnisse sehen wir bisher bei Onlineshops mit gepflegtem Produktkatalog. Gute Chancen haben auch Anbieter mit langer Recherchephase wie in der Reisebranche. Sie erreichen Menschen, während diese noch vergleichen. Dasselbe gilt für Hotels, Campingplätze und Restaurants, weil viele ihren Urlaub inzwischen im Chat planen. Verlage können den Kanal als zusätzliche Quelle für Traffic testen.
Finanzdienstleistungen und Gesundheit schließt OpenAI außerhalb der USA derzeit weitgehend aus. Ohne sauberes Conversion-Tracking würden wir ebenfalls nicht starten, weil du dann nur Klicks bewerten kannst.
Für den Einstieg empfehlen wir rund 450 € im Monat. Das entspricht dem Mindestbudget von 15 € am Tag. Optimiere auf Conversions, miss mit UTM-Parametern und gib dem Test einige Wochen Zeit.
Tipp: bis zu 500 € Startguthaben.
OpenAI bietet berechtigten neuen Werbetreibenden in Deutschland derzeit Werbeguthaben an. Wer die ersten 500 € ausgibt, bekommt bis zu 500 € dazu. Nicht jedes neue Konto ist berechtigt. Ob das Angebot für dich gilt, siehst du im Ads Manager.
Langfristig gehören Anzeigen und organische Sichtbarkeit zusammen. Mit GEO sorgst du dafür, dass ChatGPT deine Inhalte als Quelle nennt. Anzeigen bringen dich schon jetzt in die Gespräche, während die organische Sichtbarkeit wächst.
Dieser Beitrag gibt den Stand von Oktober 2026 wieder.
ChatGPT Ads testen?
Wir schauen uns mit dir an, ob der Kanal zu deinem Angebot passt. Wenn ja, richten wir den ersten Test mit sauberem Tracking ein.
Quellen
- Werbung in ChatGPT: Was OpenAI Ads in den ersten Wochen wirklich bringenTokenMade Podcast, Folge 36, Oktober 2026
- OpenAI öffnet Self-Serve Ads Manager in DeutschlandLewanczik, N., OnlineMarketing.de, August 2026
- Ad policiesOpenAI, aktualisiert September 2026
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Über den Autor
Co-Founder & CEO
Steffen hat SPCTR mitgegründet und verantwortet, wie die Agentur in Kundenteams arbeitet. Er beschäftigt sich seit Jahren damit, wie Sichtbarkeit entsteht, wenn nicht mehr nur Google die Antworten ausspielt. Hier schreibt er über das, was in Projekten tatsächlich funktioniert.
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