Beitrag von SPCTR: ein Trichter mit Lupe und vier Ergebniskarten von KI-Systemen, daneben der Titel: GEO, was sich 2026 geändert hat.

Alles Wichtige auf einen Blick.

Kurz gesagt
GEO ist kein zweites SEO. Es ist die Frage, ob KI-Systeme deine Inhalte lesen können.
Was hilft
Inhalte serverseitig ausliefern und die Crawler der KI-Anbieter nicht blockieren.
Was nichts bringt
Separate Dateien wie llms.txt. 97 Prozent davon werden nie abgerufen.
Der Unterschied zu SEO
Suchmaschinen ranken Seiten, KI-Systeme zitieren Absätze. Gefragt ist ein Abschnitt, der eine Frage vollständig beantwortet.
Stand
September 2026. Die Anbieter ändern ihre Regeln laufend, das Feld ist jung.

Seitdem KI-Systeme Antworten geben statt Linklisten, taucht ein neues Kürzel auf: GEO, Generative Engine Optimization. Die Frage dahinter ist berechtigt. Viele Antworten darauf sind es nicht.

GEO ist kein zweites Regelwerk

Die verbreitete Annahme lautet: KI-Antworten funktionieren nach eigenen Regeln, also braucht es eine zweite Optimierung neben SEO. Google widerspricht dem in der eigenen Dokumentation deutlich. Dort steht, dass es weder neue maschinenlesbare Dateien braucht noch KI-Textdateien noch besondere strukturierte Daten, um in KI-Übersichten oder im KI-Modus zu erscheinen.

Der Grund ist unspektakulär. Die KI-Funktionen sitzen auf denselben Systemen wie die normale Suche. Was dort trägt, trägt auch hier.

llms.txt kostet Zeit und bringt nichts

Die Idee klingt gut: eine Datei im Wurzelverzeichnis, die einer KI sagt, was auf der Seite steht und was davon wichtig ist. Nach dem Vorbild der robots.txt.

Ahrefs hat dazu 137.000 Websites ausgewertet. Das Ergebnis: 97 Prozent der vorhandenen llms.txt-Dateien wurden nie abgerufen. Von den Abrufen, die stattfanden, kamen 19,5 Prozent von benannten KI-Werkzeugen. Der Rest kam von anderen Systemen.

Wer die Datei anlegt, hat also eine Datei. Mehr nicht.

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Was zählt, ist gelesen werden zu können

Zwei Dinge entscheiden darüber, ob deine Inhalte in einer KI-Antwort auftauchen können.

Erstens die Auslieferung. Was erst im Browser aus JavaScript entsteht, sieht ein Crawler oft nicht. Wer seine Inhalte serverseitig ausliefert, umgeht das Problem.

Zweitens die Freigabe der Crawler. Jeder Anbieter betreibt mehrere Bots mit verschiedenen Aufgaben. Bei OpenAI sammelt GPTBot Material für das Training, OAI-SearchBot baut den Suchindex und ChatGPT-User ruft eine Seite in dem Moment ab, in dem jemand danach fragt. Bei Anthropic heißen die drei ClaudeBot, Claude-SearchBot und Claude-User.

Wer pauschal alles sperrt, was nach KI aussieht, verschwindet aus den Antworten und erfährt es nie. Ein verlorener Besucher, der nie gekommen ist, taucht in keiner Statistik auf.

Der eigentliche Unterschied zu SEO

Er liegt nicht in der Technik, sondern im Format der Antwort. Suchmaschinen ranken Seiten. KI-Systeme zitieren Absätze.

Gefragt ist damit ein Abschnitt, der eine Frage vollständig an einer Stelle beantwortet. Man muss ihn herausnehmen können, ohne dass die Aussage kippt. Das ist keine Technik, sondern eine Schreibdisziplin. Menschen profitieren davon genauso, weil niemand gern drei Seiten liest, um eine Frage beantwortet zu bekommen.

Fazit

GEO ist kein zweites Handwerk neben SEO. Es ist die bekannte Arbeit plus eine Frage: Kann eine Maschine einen Absatz von deiner Seite nehmen und ihn korrekt wiedergeben?

Stand September 2026. Die Anbieter ändern ihre Regeln laufend, das Feld ist jung. Was hier steht, gehört in einem halben Jahr wieder geprüft.

Quellen

  1. AI features and your websiteGoogle Search Central, aktualisiert Dezember 2025
  2. Top ways to ensure your content performs well in Google's AI experiences on SearchGoogle Search Central Blog, Mai 2025
  3. We Analyzed 137K Sites: 97% of llms.txt Files Never Get ReadLinehan, L., Ahrefs, Juni 2026
  4. Overview of OpenAI CrawlersOpenAI, 2026
  5. Does Anthropic crawl data from the web, and how can site owners block the crawler?Anthropic, 2026

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Steffen Stöckel, Co-Founder & CEO

Über den Autor

Steffen Stöckel

Co-Founder & CEO

Steffen hat SPCTR mitgegründet und verantwortet, wie die Agentur in Kundenteams arbeitet. Er beschäftigt sich seit Jahren damit, wie Sichtbarkeit entsteht, wenn nicht mehr nur Google die Antworten ausspielt. Hier schreibt er über das, was in Projekten tatsächlich funktioniert.

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